Juni/Juli 2021
 
Immer mehr E-Autos auf den Straßen der Metropolregion
 
 In den vergangenen vier Wochen übergab der Verein Kommunen neun neue vollelektrische Fahrzeuge an Kommunen in der Metropolregion. Neben dem beliebten e-up! war auch das Modell ID3 von Volkswagen dabei. Wir freuen uns, dass sich der Trend zur Elektrisierung von Fuhrparks weiter fortsetzt. Wir bekommen neben neuen Anfragen auch immer mehr Anfragen von Kommunen, die sich mit einem zweiten oder dritten E-Auto im Rahmen der Flotte electric an dem Modellversuch beteiligen wollen  » weiterlesen


Foto: Metropolregion
 
Autohersteller verstärkt auf E-Mobilitätskurs
 
Nach einem Bericht der Süddeutschen-Zeitung will Audi ab 2026 nur noch E-Autos entwickeln. Benzin- und Dieselmodelle und Hybridvarianten sollen ab diesem Zeitpunkt nicht mehr geplant werden. Dem Medienbericht zufolge hat Vorstandschef Markus Duesmann vor Betriebsrat und Managern angekündigt, dass die letzte Premiere eines Audi-Verbrennerautos, ein Q-Modell, bis etwa 2033 vertrieben werden solle. Danach wolle Audi weltweit ausschließlich Batteriefahrzeuge verkaufen. Der Autobauer VW will schrittweise aus dem Geschäft mit Verbrenner-Autos aussteigen.

In Europa will VW laut Vertriebsvorstand Klaus Zellmer zwischen 2033 und 2035 aus dem Geschäft mit Verbrenner-Fahrzeugen aussteigen in den USA und China etwas später. Bis spätestens 2050 wolle man die ganze VW-Flotte CO2-neutral machen.

Daimler-Chef Ola Källenius hat angekündigt, vor 2039 die Modellpalette CO2-neutral zu bekommen. BMW-Chef Oliver Zipse lehnt ein konkretes Enddatum ab. Bis 2030 solle jeder zweite verkaufte BMW aber ein Stromer sein, die Kleinwagensparte Mini solle bis dahin sogar ganz auf Elektromobilität umgestellt haben.

Skoda will ebenfalls neue E-Modelle auf den Markt bringen: Die tschechische Volkswagen-Tochter hat im Rahmen ihrer aktuellen Unternehmensstrategie bis 2030 angekündigt, mindestens drei weitere rein elektrische Modelle bis Ende des Jahrzehnts zu präsentieren. Diese sollen den Angaben zufolge von der Größe und preislich unterhalb des Enyaq iV liegen. Insgesamt strebt Skoda einen Anteil vollelektrischer Modelle in Europa von 50 bis 70 Prozent an.

Toyota hat das klare Ziel, bis 2050 klimaneutral zu arbeiten und keine reinen Diesel oder Benziner mehr anzubieten. Die Zahl der weltweit verkauften Stromer soll laut interner Planungen bis 2025 auf 500.000 steigen.

Ford will jetzt den Umstieg in Europa vorantreiben. Das erste Elektroauto der Marke, das in Köln vom Band läuft, soll nur der Auftakt für eine E-Offensive sein. Bis 2029 sollen nach der aktuellen Planung bis zu 600.000 Elektroautos in Lizenz gebaut werden. Und 2030 wird der Verbrennungsmotor laut Konzernleitung bei Ford dann endgültig Geschichte sein.

Bis 2035 sollen alle Autos von General Motors auf einem Batterie-Antrieb basieren. Bis 2025 will Konzernchefin Mary Barra jährlich eine Million Elektroautos verkaufen. Und Hyundai-Kia will bis 2025 eine Million batterieelektrische Autos verkaufen und so zehn Prozent der globalen Nachfrage nach Elektroautos abdecken.

Foto: Skoda
 
Wissenschaft arbeitet an sparsamer Heizung im Elektroauto
 
Den Innenraum von Elektroautos mit Strom zu beheizen kostet einiges an Reichweite. Dem wollen Forscher und Entwickler mit effizienten Heizverfahren begegnen, die sparsamer als die bisherigen Heizungen arbeiten sollen.

Im Winter sind Elektroautos in zweierlei Hinsicht mit einem Handikap behaftet. Zum einen sinkt die Reichweite, weil die Batterien bei frostigen Temperaturen etwas an Kapazität verlieren, zum anderen fehlt die bei einem Verbrennungsmotor reichlich vorhandene Wärme zum Aufheizen des Innenraums. Wissenschaftler arbeiten daran, die Handikaps auszuschließen.

In Bissendorf bei Osnabrück beispielsweise geht der Prozess von elektrischen Heizsystemen auf Basis von Kohlenstoff-Nanoröhrchen voran. Vor ein paar Monaten hat dort die Entwicklung eines lüfterlosen Infrarot-Flächenheizsystems für Fahrzeuginnenräume begonnen. Das Projekt wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.
 
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Foto: pixabay
 
 
Beteiligungsplattform “wir im klimalog.”
 
Wir möchten Ihnen heute ein neues Online-Projekt der Kllimschutzagentur Region Hannover vorstellen. Das Projekt www.wirimklimalog.de wurde für alle Städte und Gemeinden, die zur Region Hannover gehören und sich über Klimaschutzthemen informieren und austauschen möchten, entwickelt. Auf unkomplizierten, digitalen Wegen soll der wichtige Austausch von Ideen und Informationen zwischen Akteurinnen und Akteuren in der Region Hannover ermöglicht werden, denn wenn bei geplanten Projekten, Konzepten oder Veranstaltungen viele Interessengruppen mit einbezogen werden, profitieren am Ende alle. Näheres erfahren Sie in einem Interview mit den Projektbeteiligten Irina Reeker und Lennart Banse.
 
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Foto: Klimaschutzagentur Region Hannover
 
 
Neues Magazin für Elektromobilität und nachhaltigen Genuss
 
Touremo – das Magazin für Elektromobilität und nachhaltigen Genuss – vermittelt Tipps und Informationen rund ums umweltfreundliche Reisen. Das zweisprachige Magazin zeigt E-Mobilität in allen Facetten und verknüpft diese mit weiteren nachhaltigen Genuss- und Erlebnisthemen wie etwa Naturerfahrung, regionale, handwerkliche Kulinarik sowie Eco-Destinationen und -Produkte. Zwei wesentliche Formate des Titels sind die Prominentenrubrik „Stromern mit…“ und Portraits von Tourismusregionen unter der Bezeichnung „...nachhaltig erfahren“. Der Ansatz des Magazins, liegt weniger in der Kommunikation technischer Details, als vielmehr in der Vermittlung der Faszination moderner Mobilität und dem Aufzeigen nachhaltiger Produkt- und Handlungsalternativen.

Grafik: Touremo
 
Weniger Ökostrom im Kreislauf
Fachleute fordern Ausbau erneuerbarer Energien

 
Der Anteil der eingesetzten erneuerbaren Energien beim Stromverbrauch ist gesunken: Im ersten Halbjahr 2021 betrug dieser nur 43 Prozent. 2020 war die Zahl deutlich höher. Verantwortlich dafür sind nach Branchenangaben ungünstige Wetterbedingungen. Insbesondere das erste Quartal sei ungewöhnlich windstill und arm an Sonnenstunden gewesen. Laut Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ging die Erzeugung aus Windenergie an Land und auf See um etwa 20 Prozent zurück.

Im Vorjahreszeitraum lag den Angaben zufolge der Anteil an Ökostrom aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Energiequellen am Bruttostromverbrauch bei etwa 50 Prozent. Im ersten Halbjahr 2020 habe es Rekorde bei der Stromerzeugung aus Solarenergie und Windenergie an Land gegeben.
Der Ausbau erneuerbarer Energien gilt als entscheidend, damit die von der Politik beschlossenen höheren Klimaziele erreicht werden können. Das bisherige Ziel der Bundesregierung ist ein Anteil von 65 Prozent. Fachleute fordern einen mindestens 70-prozentigen Anteil, um die Ziele erreichen zu können. Frithjof Staiß, geschäftsführender Vorstand des ZSW, zufolge müssen die Weichen zeitnah gestellt werden. Er verwies auf Planungsprozesse und Investitionsentscheidungen.

Foto: pixabay
 
Photovoltaik in Niedersachsen – Analysen und Zukunftsvisionen
 
Photovoltaik in Niedersachsen: Die Analyse zu Stand, Zubau, Akteuren und Zielen war jetzt Thema auf dem vierten Niedersächsischen Forum Solarenergie. Forscher und Praktiker machten deutlich, was Photovoltaik im künftigen Energiesystem beitragen kann und auf welchen Feldern sie schon jetzt erfolgreich zum Einsatz kommt. Umweltminister Olaf Lies war sich mit den Experten einig, dass die notwendigen Maßnahmen für einen erfolgreichen Ausbau der Stromerzeugung durch Photovoltaik zügig vorangetrieben werden müssten. Wissenschaftsminister Björn Thümler unterstrich zudem, dass sich die Solarenergieforschung in Niedersachsen auf einem hohen Niveau bewege.

Weitgehende Einigkeit herrschte unter den Experten über die notwendigen Handlungsfelder. So müsste beim PV-Ausbau Tempo gemacht werden. Installationen auf Dächern sollten durch zusätzliche Fördermittel noch attraktiver gemacht werden. Für Neubauten sollten diese zur Pflicht werden. Außerdem forderten die Experten eine Abschaffung der EEG-Umlage. Sie sprachen sich für eine Erleichterung der Belieferung von Nachbarschaften und Quartieren gemäß EU-Richtlinien aus und hielten eine Beteiligung an der Wertschöpfung von Freiflächen-Anlagen durch eine Kommunalabgabe für sinnvoll. Die Transparenz zu verfügbaren Freiflächen für PV-Anlagen und eine Kombination mit Maßnahmen zur Biodiversität bezeichneten sie als unabdingbar.

Einen Mehrwert versprachen sich die Fachleute von der Einbeziehung von Bürgerenergie-genossenschaften beim Bau von PV-Anlagen auf öffentlichen Dächern und Mietshäusern. Die Entwicklung der Wasserstoff-Wirtschaft in Niedersachsen stellten sie perspektivisch in den Fokus – und die Wissenschaft forderte eine Stärkung der Solarbranche in Niedersachsen in Projektierung und Handwerk, der Forschung und längerfristig der Fertigung von Solarzellen und Modulen.

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Foto: Henning Scheffen
 
 
Schlaglichter
 
Sofortprogramm für den Klimaschutz
Das Bundeskabinett hat ein Sofortprogramm für den Klimaschutz auf den Weg gebracht. Das Programm hat ein Volumen von acht Milliarden Euro - die Förderung energieeffizienter Gebäude ist der größte Posten.
 
Foto: Pixabay
 
Energiewende jetzt voranbringen

Der deutsche Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) stellte jetzt seine Vorschläge für die Legislaturperiode 2021-2025 vor: Im Forderungspapier „Energiewende jetzt voranbringen – Welchen Weg Deutschland in eine zukunftsfähige Energieversorgung einschlagen muss“ beschreibt er die sechs zentralen Handlungsfelder für den Zukunftsstandort Deutschland.

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Foto: pixabay
 
Umfrage zur E-Mobilität: Prämien und Service im Fokus
 
Meinungsforschung in Sachen E-Mobilität: Der Elektronikhändler Euronic hat in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey rund 10.000 potenzielle E-Autokäufer nach Ihren Wünschen in Sachen Information gefragt. Demnach stehen zwei Themen bei den Interessenten oben an: staatliche Prämien (für 69,2 Prozent der Befragten) und Wartung und Reparaturen (für 65 Prozent). Erst danach erkundigen sich die Interessierten nach  Leistung und Haltbarkeit (45,4 Prozent) sowie Ladesäulen vor Ort (43,9 Prozent). Wichtig ist den Befragten außerdem ein breites Angebot eines Händlers: Mit 50,9 Prozent legt die Hälfte der Befragten Wert darauf, den Rundum-Service aus einer Hand zu erhalten.

Foto: pixabay
 
 
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